Projekt B9 (Zerbian, Schroeder)

Prosodische Fokusmarkierung in Sprachkontaktsituationen

Beschreibung

Das Projekt untersucht die prosodische Markierung der Informationsstruktur bei kontaktinduziertem Sprachwandel in ausgewählten Kontaktsprachvarietäten Deutschlands und Südafrikas ausgehend von der Beobachtung, dass sich die Sprachen der Welt darin unterscheiden, ob und wie neue und gegebene Information prosodisch markiert wird. Die im Projekt untersuchten Kontaktvarietäten sind Türkischdeutsch und Deutsch als Zweitsprache (L2) von Sprechern mit Türkisch als Erstsprache (L1), sowie Black South African English als L1 und als L2. Das Projekt untersucht, welche Mechanismen bei der prosodischen Markierung der IS in diesen Varietäten wirksam sind: der aus der Zweitspracherwerbsforschung bekannte Transfer und/oder sprachliche Innovation.

Ein erstes Ziel des Projektes ist es, die prosodische Markierung von neuer und gegebener Diskursinformation in den genannten Kontaktvarietäten zu beschreiben. Ein zweites Ziel ist es, sie mit ihren Bezugsvarietäten Deutsch, Türkisch, Englisch, Sotho/Zulu zu vergleichen und die beobachtbaren Mechanismen (Transfer oder Innovation) auszuwerten. Ein drittes Ziel ist es, diese Mechanismen markiertheitstheoretisch zu interpretieren.

Das Projekt arbeitet mit sprachübergreifend vergleichbarer Methodologie und führt für beide Kontaktsituationen kontrollierte Produktions-, Perzeptions- und Interpretationsexperimente durch, die sprachübergreifend vergleichbare Daten hinsichtlich der Ausgangsfragestellung liefern sollen.

Vollständige Beschreibung 3. Förderperiode SFB632 / B9 (Auszug aus dem Antrag) pdficon small

 


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