Projekt A3 (Mayer)

Rhetorische Struktur in der gesprochenen Sprache: Die Modellierung globaler prosodischer Parameter

Beschreibung

Das Projekt untersucht die Korrelation zwischen der rhetorischen und der prosodischen Struktur von lautsprachlich realisierten Diskursen. Die rhetorische Struktur beeinflusst insbesondere globale prosodische Parameter von Äußerungen. Hierzu zählen u.a. der Pitchrange, Pausendauern oder Veränderungen der Sprechgeschwindigkeit. Bisherige Arbeiten in diesem Bereich versuchten meist, eine direkte Verbindung zwischen einzelnen phonetischen Parametern und einer in der Regel stark vereinfachten Diskursstruktur herzustellen. Das Ziel dieses Projektes ist es hingegen, ein möglichst umfassendes kategoriales Modell der globalen Prominenz auszuarbeiten. Bei der Modellierung lokaler Prominenzphänomene ist die Annahme einer kategorialen phonologischen Beschreibungsebene, welche zwischen der informationsstrukturellen bzw. lexikalisch-metrischen Repräsentationsebene und der phonetischen Realisierungsebene vermittelt, unumstritten. Wir gehen von der Annahme aus, dass eine solche phonologische Komponente auch für das Verständnis und die Modellierung diskursprosodischer Phänomene von zentraler Bedeutung ist, insbesondere auch für ein besseres Verständnis der Interaktion zwischen globalen (rhetorische Struktur) und lokalen (Informationsstruktur) Prominenzphänomenen. Das Projekt wird sich mit den folgenden Fragestellungen auseinander setzen:

  • Welche Aspekte der rhetorischen Struktur sind relevant für die prosodische Kodierung von Diskursen? (Unter Produktions- und Perzeptionsgesichtspunkten)
  • Mit Hilfe welcher phonetischer Parameter wird globale Prominenz realisiert? (Phonetische Analysen in den Domänen F0, Dauer und Intensität)
  • Wie interagieren globale und lokale Prominenzkomponenten? (accent range vs. pitch range; Defokussierung, Deakzentuierung, Second Occurrence Focus)

Vollständige Beschreibung 1. Förderperiode SFB 632 / A3 (Auszug aus dem Antrag) pdficon small

 


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