Integriertes Graduiertenkolleg (MGK)

Beschreibung

Das Integrierte Graduiertenkolleg im SFB 632 stellt sich als primäre Aufgabe die Sicherstellung einer umfassenden, disziplinenübergreifenden wissenschaftlichen Ausbildung der im SFB beschäftigten Promovend/inn/en. Oberstes Ziel ist es, den Blickwinkel der Promovend/inn/en über die spezifischen Anforderungen ihrer jeweiligen Teilprojekte hinaus auf die im SFB insgesamt vertretenen Ansätze auszuweiten und ihnen somit nicht nur neue Impulse für ihre Arbeit zu geben, sondern ihre wissenschaftliche Qualifikation wesentlich zu erweitern und dadurch ihre Chancen auf dem akademischen und außerakademischen Arbeitsmarkt entscheidend zu verbessern. Die Einrichtung eines allen SFB-Promovend/inn/en offenstehenden zentralen Qualifikationsangebots soll zudem (i.) die direkte Kommunikation zwischen den SFB-Teilprojekten auf Promovend/inn/en-Ebene unterstützen, (ii.) die Promovend/inn/en in den Einzelprojekten schnell mit den für den SFB 632 relevanten theoretischen Hintergründen und methodischen Ansätzen vertraut machen, und sie (iii.) somit in die Lage versetzen, ihre Dissertation in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen abzuschließen. Das Qualifikationskonzept des Integrierten Graduiertenkollegs baut z.T. auf den Erfahrungen der ersten beiden Förderperioden auf, in welchen auch bisher schon Blockseminare für Doktorand/inn/en und Gastvorlesungen zu Themen von SFB-übergreifendem allgemeinem theoretischen oder methodischen Interesse angeboten wurden. Die bisher einzeln angebotenen und organisierten Veranstaltungen werden aber nun durch ein zentral organisiertes Qualifizierungs- und Betreuungskonzept in Abstimmung mit der Potsdam Graduate School (PoGS) ersetzt.

Darüber hinaus bietet das Integrierte Graduiertenkolleg im Rahmen von zeitlich befristeten Kurzstipendien von bis zu 12 Monaten die Möglichkeit für SFB-externe Promovend/inn/en, im Rahmen des SFB und affiliiert an ein bestimmtes Teilprojekt an informationsstrukturell relevanten Phänomenen zu forschen. Ziel einer solchen Affiliierung kann entweder die anschließende Beschäftigung im SFB selbst sein, oder aber die Etablierung bzw. Festigung bestehender Forschungskooperationen mit externen Partneruniversitäten. Solche Kooperationen sollen nicht zuletzt der weiteren Verbreitung von empirischen, theoretischen und methodischen Ergebnissen des SFBs dienen. Zur Zielgruppe für die Kurzstipendien gehören neben qualifizierten Bewerbern aus dem Inland vor allem qualifizierte ausländische Promovend/inn/en von Universitäten und Forschungseinrichtungen, mit denen eine Anbahnung oder Verfestigung von Forschungskooperationen geplant ist, und Promovend/inn/en mit nicht-indogermanischen Muttersprachen (z.B. aus Afrika, (Süd)Ostasien und Lateinamerika), welche im Rahmen des SFBs an informationsstrukturellen Phänomenen in ihren jeweiligen Sprachen arbeiten werden (mögliche affiliierende Teilprojekte: A1, A2, A5, B7, C6, D5). Daneben sollen qualifizierte Promovend/inn/en mit Migrationshintergrund nachdrücklich zur Bewerbung ermuntert werden. Dies soll zum einen dazu dienen, eine Zielgruppe bei der Promotion zu unterstützen, die an deutschen Universitäten im Vergleich zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung noch stark unterrepräsentiert ist. Zum anderen können entsprechende mehrsprachige Kompetenzen für die Forschung zu informationsstrukturellen Phänomenen im kontaktsprachlichen Bereich nutzbar gemacht werden (mögliche affiliierende Teilprojekte: B6, B9). Sollte der Forschungsbeitrag der Stipendiat/inn/en in den Teilprojekten ihren längeren Aufenthalt im SFB als wünschenswert oder notwendig erscheinen lassen, so besteht nach der Brandenburger Graduiertenförderungsverordnung vom 15.9.2000 bzw. 14.4.2009 die Möglichkeit einer Anschlussfinanzierung von bis zu drei Jahren.

Das koordinierte Ausbildungsprogramm im Integrierten Graduiertenkolleg setzt sich aus den folgenden Kernkomponenten zusammen:

  • regelmäßige Lehrveranstaltungen von SFB-Mitgliedern und Gastwissenschaftler/inne/n zu theoretischen, empirischen und methodischen Kernfragen des SFB 632. Die Lehrveranstaltungen finden in Form von 2-3 längeren Seminaren (Semesterdauer) pro Jahr sowie kürzeren Blockseminaren (1-2 Wochen) und Workshops statt
  • punktuell angebotene Schulungen (1-2 Tage) zum wissenschaftlichen Arbeiten und zu Schlüsselqualifikationen entweder in SFB-internen Veranstaltungen (durch SFB-Mitglieder) oder SFB-extern, z.B. im Rahmen der Potsdam Graduate School (PoGS).
  • PhD-Kolloquien (PhD-Tage, halbjährlich) (siehe Konferenzen & Workshops)
  • intensive Betreuung der Promovend/inn/en durch jeweils zwei SFB-Mitglieder mit Betreuungssvereinbarungen und regelmäßigen Fortschrittskontrollen. Die Organisation und Koordination der im Integrierten Graduiertenkolleg angebotenen Veranstaltungen erfolgt zentral durch eine/n dafür einzustellende/n Koordinator/-in in Absprache mit den Teilprojektleiter/inne/n.

Vollständige Beschreibung (Auszug aus dem Antrag)  pdficon small

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Antragsteller

Prof. Dr. Heike Wiese, Universität Potsdam  contact

Prof. Dr. Malte Zimmermann, Universität Potsdam  contact

Koordination

Anja Gollrad  contact

Ehemalige Mitarbeiter

Dr. Stella Gryllia  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Dr. Jana Häussler  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


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